Hotel-Test

Patrick Hellmann Schlosshotel: Eine der feinsten Adressen Berlins. Romy Schneider hat hier geheiratet und auch die Nationalmannschaft war schon da

Die Lage

Definitiv einer der lebenswertesten Orte in Deutschland. Im feinen und ruhigen Berlin Grunewald, etwa 15 Autominuten vom Zentrum entfernt, ist die Zeit auch architektonisch im besten Sinne stehen geblieben. Meist großzügige, oft wunderschöne, außergewöhnliche Villen und Häuser aus verschiedensten Epochen und mit sehenswerter Architektur erinnern an ein Immobilen-Museum der eindrucksvollen Art. Die imposanten Privat- und Geschäftshäuser (auch viele Botschaften haben hier ihren Sitz) stehen inmitten Berlins grüner Lunge, einem der größten Waldgebiete hier, umgeben von vielen kleinen, malerischen Seen.  Schon seit Ende des Mittelalters vergnügten sich die Landesherren im beliebten Grunewald.

Das Hotel und seine Historie

Das Schlosshotel ist ein Haus mit wahrlich beeindruckender Historie, die 1912 mit der Erbauung eines Palais beginnt. 10 Mio. Goldmark zahlt der Erbauer für sein luxuriöses Heim. Der Kunstliebhaber widmet sich dort seinen Gemälden und empfängt auch regelmäßig den deutschen Kaiser Wilhelm II höchstpersönlich.

1951 pachtet der Star-Hotelier Gerhus das prunkvolle Schloss und macht es zu einem der nobelsten Gästehäuser Deutschlands. Das Haus ist fortan ein beliebtes Ziel für Adelige, auch international. Gäste wie Robert Kennedy, Gina Lollobrigida, Josephine Baker oder Sir Peter Ustinov residierten hier. Auch Romy Schneider heiratete im Grunewalder Schloss, gleich zwei Mal sogar. Nach dem Tod des Top-Hoteliers geht es bergab. Fünf Berliner Familien übernehmen das Schloss und investieren mehr als 30 Mio. DM  in die Sanierung. Karl Lagerfeld wird dabei als VIP Innenausstatter engagiert; als Honorar steht ihm fortan eine eigene Suite auf Lebenszeit zu.

Auch einige internationale Hotelketten übernehmen mit wenig Fortune das Hotelmanagement, so z.B. auch The Ritz Carlton Company.

2006 residiert die deutsche Nationalmannschaft beim „Sommermärchen“ im Schlosshotel und fühlt sich hier sehr wohl.

Anfang 2014 erwirbt der international agierende Designer und Wahlberliner Patrick Hellmann das unter Denkmalschutz stehende Schlosshotel. Mit viel Liebe zum Detail bringt der Fashion- und Interieur Designer seine ganz persönliche Handschrift bei der Gestaltung des Fünf Sterne Luxushauses ein. Das Schlosshotel ist damit eines der letzten noch verbliebenen Berliner Nobelhotels, die inhabergeführt sind.

„Bei uns geht es konsequent um Emotionen für unsere Gäste“, schwärmt Sangeeta Berkelmann, Director Business Development, „auch das ist ein entscheidendes Plus in Ergänzung zu einzigartigen und luxuriös-komfortablen Zimmern.“

Die Zimmer, Ausstattungen und Preislagen

Kaum zu glauben, aber wahr: Stolze 150.000 Übernachtungsbetten (mit 31 Mio. Übernachtungen 2016) gibt es derzeit in Berlin, zum Vergleich: in New York sind es „nur“ etwa 100.000.  Die 53 Zimmer – davon zehn Suiten – im Patrick Hellmann Schlosshotel gehören dabei tatsächlich zu den stilvollsten und geschichtsträchtigsten in Deutschlands Hauptstadt – und auch darüber hinaus. Designer Patrick Hellmann hat mit seinem Team aus der „Sleeping Beauty“ ein echtes Fashion-Hotel gemacht.

Premium Room #31 “Bohéme” mit freistehender Nostalgie-Badewanne

Premium room #23 “Saphir”

“Saphir” Premium room, offenes Bad


Premium plus room #22 “Grey”

Elegant geschmackvolles Treppenhaus im Hinterhaus

Die Zimmerkategorien starten mit geschmackvollen Deluxe Rooms mit typischem Schloss-Charme (30 m²) und reichen bis zu 35-40 m² großen Premium Plus Rooms, die teilweise eine freistehende Badewanne anbieten und mit edlen Stoffen und Designs by Patrick Hellmann ausgestattet sind. Fast jeder Raum ist hier einzigartig und bietet überraschende Details.

Mal im asiatischen, mal im maritimen Look und auch mal im lässigen black & white NYC Look, oft wunderbar verspielt und immer intuitiv gemütlich sowie einladend. Bei unseren eigenen Übernachtungen dachten wir oft, in die persönlichen Wohnzimmer großer internationaler Designer und Architekten zu schauen. Garniert sind viele Zimmer und Suiten mit persönlichen Sammlerstücken von Patrick Hellmanns internationalen Reisen, so im Zimmer #26 Saphir beispielsweise mit zwei großen, prominenten Vasen aus Hongkong oder Bildern aus Hellmanns antiker Kunstsammlung in Room #28. Stilvoll ergänzt werden auch gerne futuristisch-historische Accessoires wie ein riesiger Filmscheinwerfer im Look der 30er Jahre.

Bei allen Zimmervarianten ist die Benutzung der Mini-Bar inklusive (wird 2 x tägl. aufgefüllt). Neben flauschigen Schlosshotel Bademänteln gibt es coole pechschwarze, samtartige Badeschlappen im James Bond Style mit PHC-Logo “(Patrick Hellmann Collection”) sowie hochwertige Bvlgari Badartikel, die derzeit durch eine Luxusaktion mit Lalique Cosmetic kurzzeitig abgelöst werden.

Einzig den Zimmern im angebauten Neubau fehlt es etwas an antikem Original-Charakter und einige Deluxe und Grand Deluxe Zimmer im Dachgeschoss des Haupthauses sind durch die kleinen Halbkreisfenster zwar irgendwie sehr gemütlich, aber dennoch schlechter belichtet; am besten vorher selbst einmal anschauen.

Beispiel Deluxe Room

Apartment 21, inspiriert durch südfranzösische Leichtigkeit

Preislich beginnen die Deluxe Rooms bereits bei angemessenen 200 Euro pro Zimmer, die Premium Plus Rooms liegen jeweils bei unter 500 Euro.

Bei den zwölf Suiten werden sechs Kategorien angeboten, von der Premium Variante bis hin zu den beiden besten Settings in der Grunewald Suite Karl Lagerfeld (wenn er nicht selbst darin wohnt, was zuletzt sehr selten vorkam) und der 200 m² großen Kaiser Suite mit Original-Möbeln aus dem Eröffnungsjahr 1914, eine Dining Area für bis zu 6 Personen und standesgemäßem Limousinen-Service im hoteleigenen Rolls-Royce Ghost. Nicht nur in den Top-Suiten ist bei allen Zimmern das Gefühl und Standing dabei, zu residieren statt auf Zeit zu wohnen. Der barocke Einrichtungsstil, die hochwertige Schlossarchitektur und der besondere Charme der damaligen Adelszeit suchen hier ihresgleichen. Auch das Schloss-Personal kann durch seinen aufmerksamen Grundcharakter und einen professionellen Auftritt  sowie einem sehr umfassenden Concierge-Service fast in allen Bereichen sehr gut punkten.

Top Category – die Kaiser Suite mit 200 m² für 3.800 Euro/ Nacht

Die Suiten liegen in einer Preisspanne zwischen 550 Euro und 1.700 Euro (Grunewald Suite Lagerfeld) bzw. 3.800 Euro für die hochwertigste Kaiser-Suite. Bei den Suiten dominiert zurzeit noch der Original Look mit historischem Schloss-Ambiente – uns persönlich hat auch das sehr gut gefallen, da es harmonisch und synergetisch zum Grundambiente passt, allerdings ist auch ein kleiner Bruch zu den neu gestylten Hellmann-Zimmern. In nächster Zeit sollen auch hier Design und Style aus Patricks Hellmanns Hand persönlich Einzug halten – er will dabei Inspirationen aus Mode und Kultur rund um den Globus einbringen.


Das Schloss-Restaurant mit opulent-barockem Ambiente

Frühstücksbereich


Eine ehrwürdige und imposante „Location“ ist der glamouröse Salon des Palais, in dem bereits zur Jahrhundertwende die noble Berliner High Society tafelte. Heute befindet sich hier das Frühstücks- und Abend-Restaurant mit kleiner aber feiner Karte. Beim vorzüglichen Frühstück beeindrucken die meterhohen Decken und die prunkvollen Stuckarbeiten und Goldverzierungen (Kleiner Tipp: Das Frühstück kostet 29 Euro pro Person. Über die kostenlose Member-Registrierung auf der hoteleigenen Webseite ist es jedoch ab dem zweiten Besuch bereits inklusive. Ab der ersten Übernachtung gibt es zudem jeweils ein Zimmer-Upgrade).


Neue “GQ Bar” im Schlosshotel

Ehrwürdige Lobby im Schlosshotel, von hier geht’s auch zur GQ Bar


GQ Bar



Erst im Dezember 2017 wurde im Patrick Hellmann Schlosshotel mit der „GQ Bar“ die erste ihrer Art in Westeuropa eröffnet, entstanden in Kooperation von Condé Nast International Restaurants – einer Division des Condé Nast Verlags – und der Premium-Modemarke Patrick Hellmann Collection. Bisher gibt es GQ Bars nur in Dubai sowie in London als Pop-Up-Variante. Die Berliner Bar verbindet den klassischen Stil des Schlosshotels mit Kunstwerken von Lalique sowie großformatigen Fotografien von Russell James und Emmett Simon. Die GQ Bar mit vielfältiger, kreativer und wirklich cooler Karte soll der neue Treffpunkt für die Kreativ- und Fashionszene werden, das Zeug dazu hat sie. Ein echter Insider-Tipp der Barkarte ist übrigens der Signature Manhattan mit fassgereiftem Bourbon, Orangeninfusion und Vanilla Bitters. Geplant ist übrigens auch, das erste Vogue Café Westeuropas in den Räumen des Schlosshotels in 2018 zu launchen.


Pool, Fitnessstudio und Wellness/ Spa

Schwimmbad mit Whirlpool liegen im Untergeschoss des Schlosshotels, in gediegenem Ambiente. Auch Kinder lieben es hier, bei unseren Besuchen konnte das Personal mit authentischer Herzlichkeit und toller Gast- und Kinderfreundlichkeit überzeugen, in Luxushotels sind kleine mitreisende Kinder sonst nicht immer nur gerne gesehen. Einzig der sehr kleine Wellnessbereich mit Einzelsauna und Infrarotkabine sollte für eine Fünf Sterne Location optimaler und großzügiger ausfallen. Dafür hat uns die ebenfalls kleine aber feine Gym-Area mit modernen Geräten überzeugt und auch der Spa Bereich bietet ein gutes Angebot zum Relaxen. Für echte Entspannung (nach der Sauna) kann auch der große schlosseigene Park empfohlen werden, der vor allem im Sommer ein mehr als lauschiges Plätzchen auf dem riesigen Grundstück mit altem Baumbestand bietet.

Fazit

Für Liebhaber des spätbarocken Klassizismus und nostalgischer Architektur ist in Berlin mindestens ein Kurzbesuch des Patrick Hellmann Schlosshotels Pflicht. Als Übernachtungsgast können Sie durchweg stilvolle Zimmer und Suiten genießen, verbunden mit dem Komfort und Charme eines familiär geführten Fünf-Sterne+ Hauses in ruhiger, schöner Lage. Auch  aufgrund des starken Berliner Hotelwettbewerbs fällt das Preisniveau noch absolut angemessen aus.

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