Stadt-Profil

Graz

Die Stadt mit ihren knapp 294.000 Einwohnern befindet sich im Südosten von Österreich in der Steiermark. Wien ist gerade einmal 150 Kilometer von Graz entfernt, zur slowenischen Stadt Marburg an der Drau sind es nur 60 Kilometer und die Alpen befinden sich vor der Haustür. Zum Mittelmeer, zum Beispiel in das italienische Triest, gelangt man in nur drei Autostunden und wer lieber im ungarischen Plattensee baden möchte, hat gerade einmal zweieinhalb Stunden Fahrt vor sich. Die Lage von Graz ist daher einmalig, darüber hinaus gibt es aber auch in der Stadt selbst allerhand zu entdecken. So wurden die Altstadt und das Schloss zum UNESO Weltkulturerbe erklärt und die Landschaft rund um Graz lädt zum Entdecken ein.

Beste Reisezeit und Klima

Das gemäßigte Klima in Graz führt zu warmen Sommern mit verhältnismäßig viel Niederschlag und kalten, trockenen Wintern. Im Juli betragen die Höchstwerte 25 °C, damit ist es der wärmste Monat des Jahres. Richtig kalt kann es hingegen im Januar werden mit durchschnittlichen Tiefstwerten von -5 °C. Ein Besuch in Graz lohnt sich das ganze Jahr. Wintersportfreunde kommen vor allem zwischen Dezember und März auf ihre Kosten, wer Wandern und Sightseeing vorzieht sollte dafür die warme Zeit zwischen Juni und August nutzen.

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Sehenswürdigkeiten

Uhrenturm

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Das Wahrzeichen von Graz ist der Uhrenturm, der die Stadt vom Schlossberg aus bereits seit 1560 überblickt und über 260 Stufen entlang des Berges erreicht werden kann. Ursprünglich war der Turm Teil einer Festung, die inzwischen aber zerstört ist. An ihrer Stelle befindet sich heute ein wundervoller Garten, der einen großartigen Ausblick auf die Stadt gewährt. Übrigens: Die Stundenzeiger des Grazer Uhrenturms sind länger als die Minutenzeiger. Dieses ungewöhnliche Arrangement geht auf die Zeit der Errichtung des Uhrenturms zurück, der zunächst nur mit Stundenzeigern ausgestattet wurde, die bereits von Weitem sichtbar sein sollten. Wer den Treppenaufstieg zum Uhrenturm scheut, gelangt auch mit der seit 1894 betriebenen Schlossbergbahn oder dem gläsernen Schlossberglift zum schönsten Aussichtspunkt der Stadt.

Schloss Eggenberg

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Das Barockschloss wurde nicht umsonst zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt, blickt es doch auf eine lange und außergewöhnliche Geschichte zurück. 1625 wurde das historische Gebäude errichtet – und zwar als Allegorie des Universums. Davon zeugen die 365 Fenster, 31 Räume pro Stockwerk, 24 Prunkräume, 52 Türen, 60 Fenster und 4 Ecktürme, deren Anzahl Jahre, Jahreszeiten, Wochen, Tage, Stunden und Minuten verkörpert. Glanzstück der mathematischen Berechnungen ist der Planetensaal, dessen Decke mit den damals bekannten Himmelskörpern bemalt wurde und auf dessen Wänden sich die Tierkreiszeichen finden. Sehenswert ist aber auch der Park des Schlosses, in dem heute noch einige Pfauen majestätisch umherschreiten. Da sich in dem Schloss heute auch das Universalmuseum Joanneum befindet, kann man bei einem Besuch zudem wechselnde Ausstellungen erkunden. Die Prunkräume können nur im Rahmen einer Führung besucht werden. Hier finden sich Informationen zu den Eintrittspreisen und den Öffnungszeiten des Schlosses.

Grazer Dom

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1438 wurde der Grazer Dom im spätgotischen Stil errichtet, im 17. und 18. Jahrhundert erfolgte dann der Umbau zum barocken Glanzstück der Stadt. Die ehemals prächtigen Malereien auf den Außenfassaden sind bis auf ein Fresko inzwischen zerstört, dafür gibt es aber im Inneren des Gotteshauses noch einiges zu entdecken. Dazu gehören der barocke Hochaltar, die ReliquienschreineGemälde sowie einige Fresken. Der Eintritt in den Grazer Dom ist kostenlos. Hier können die Öffnungszeiten nachgelesen werden.

Rathaus

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Das Rathaus im altdeutschen Stil überblickt seit 1893 den Hauptplatz von Graz und ist vor allem wegen seiner Figuren in den Nischen und Portalen ein schöner Anblick. Diese verkörpern Handwerkskünste, Handel und Wissenschaft. Doch auch die Lage am Hauptplatz spricht für sich. Dieser war nämlich bereits im Mittelalter das wichtigste Zentrum der Stadt, auf dem Märkte und andere Veranstaltungen abgehalten wurden – wie es auch heute noch der Fall ist.

Murinsel

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Bei der Stahlinsel auf dem Fluss Mur handelt es sich um eine neue Sehenswürdigkeit der Stadt Graz, die erst im Jahr 2003 errichtet wurde. 47 Meter lang ist die Konstruktion, die in ihrem Aussehen an eine halb geöffnete Muschel erinnert. In ihrem Inneren beherbergt sie gleich zwei Perlen; einen Veranstaltungsraum sowie ein Café, in dem man wunderbar die Nachmittagssonne genießen kann.

Landeszeughaus

Die größte erhaltene Waffenkammer der Welt präsentiert heute 32.000 Exponate, viele noch im Originalzustand. Gebaut wurde das Landeszeughaus über eine Dauer von fünf Jahren ab 1642 und diente zu dieser Zeit als Waffendepot für die Ausrüstung zum Schutz vor dem Osmanischen Reich. Der Eintritt für Erwachsene kostet 10,50 Euro, Schüler, Lehrlinge und Studenten unter 26 Jahre zahlen 4 Euro und Kinder unter 6 Jahren sind kostenfrei. Alle Informationen rund um das Landeszeughaus gibt es hier. 

Mausoleum von Kaiser Ferdinand II

Der in Graz geborene Ferdinand II. war von 1619 bis zu seinem Tod 1637 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Das Mausoleum gab Ferdinand II. bereits 1614 in Auftrag, da er neben dem Grazer Dom beigesetzt werden wollte. Die Begräbnisstätte wurde ein Jahr vor Ferdinands Tod fertiggestellt. Der komplette Bau des Mausoleums, bestehend aus der Katharinenkirche und der großen Grabkapelle wurde jedoch erst 1714 vollständig fertiggestellt. Es gilt als eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Landes. 

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