Destinations-Profil

Äthiopien

Äthiopien hat nicht nur exzellenten Kaffee zu bieten, sondern auch eine einmalige Kombination aus Kultur und Natur. Neben Canyons, Savannen, Wüsten, Seen und Bergen gibt es in dem Land sogar aktive Vulkane sowie archäologische Funde wie aksumitische Obelisken oder Schlösser aus dem 17. Jahrhundert. Dabei konnte die Ursprünglichkeit und kulturelle Identität von Äthiopien bewahrt werden, da es als einziger afrikanischer Staat nie von Europäern kolonialisiert wurde (abgesehen von einer fünfjährigen Besatzung durch das italienische Königreich im Zweiten Weltkrieg). Das Binnenland ist etwa drei Mal so groß wie Deutschland und hat 93,9 Millionen Einwohner. Äthiopien befindet sich in Ostafrika und grenzt an die Länder Dschibuti, Somaliland, Somalia, Kenia, Südsudan, Sudan und Eritrea.

Beste Reisezeit und Klima

Eine generelle Reisezeit für Äthiopien zu empfehlen ist schwierig, da das Land aufgrund seiner unterschiedlichen Höhenlagen in vier Klimazonen eingeteilt ist. Unter 1.500, zum Beispiel in Denakil und Ogaden, herrscht ein tropisch-heißes Klima mit durchschnittlich 27 °C. Zwischen 1.500 und 2.400 Metern genießt man eine angenehme Durchschnittstemperatur von 22 °C. Das Zentrum des Landes sowie die Hauptstadt Addis Abeba, die sich auf 2.400 Metern Höhe befindet, ist von diesem warm-gemäßigten Klima geprägt. Darüber befindet sich die kühlle Klimazone mit durchschnittlich 16 °C und wenn es über 3.900 Meter geht, spricht man von der kalten Zone mit Frost und Schneefall. Die große Regenzeit dauert im ganzen Land von Juni bis September, weshalb Reisen während dieser Zeit vermieden werden sollten. Die kleine Regenzeit ereignet sich im Februrar und März, Reisen in das Land sind in diesen Monaten aber dennoch möglich. Zwischen Oktober und Mai ist es in den meisten Regionen Äthiopiens am schönsten, da es die meisten Sonnenstunden mit weniger Niederschlag zu verzeichnen gibt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seinen Urlaub für die Monate Januar bis März planen. Von einer Reise in die Wüste sollte man während des Fastenmonats Ramadan absehen.

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Sehenswürdigkeiten

Addis Abeba

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Die laute, geschäftige Hauptstadt Äthiopiens kann fast ganzjährig besucht werden, da die Hochlage für warme Temperaturen und für Sonnentage über beinahe 8 Monate sorgt. Zudem ist die Stadt auch ein guter Ausgangspunkt, um die Kultur Äthiopiens zu erkunden. Im Ethnologischen Museum sowie im Nationalmuseum kann mehr über das Land gelernt werden, zudem locken zahlreiche Restaurants, Bars und Clubs. Auch ein Besuch auf dem Mercato, einem der größten Freiluftmärkte Afrikas, sollte man einplanen. An diesem Ort wird alles verkauft, was man sich vorstellen kann. Neben Elektronikartikeln, Lebensmitteln, Kleidung, Schmuck und Handwerkskunst werden hier auch Tiere verkauft. Ein weiteres Highlight ist die Georgskathedrale, die 1896 errichtet wurde und als Pilgerort für die Rastafari dient. Im Inneren befindet sich ein Museum, in welchem religiöse Gemälde und moderne Kunstwerke, Bücher, Handwerkskunst und vieles mehr ausgestellt sind. Auch die Universität der Stadt ist sehenswert, residierte hier vormals doch der Kaiser des Landes.

Sämen Nationalpark (Debark)

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Tiefe Schluchten, grüne Hochebenen und sowie bizarr geformte Felsen – das ist der Sämen oder Simien National Park. Das Weltkulturerbe ist eines der spektakulärsten Naturschauspiele der Erde und kann am besten auf einer Trekkingtour erkundet werden. Mehr als ein Dutzend Viertausender gibt es in dem Nationalpark, die dem Gebiet seinen Beinamen “Dach Afrikas” verliehen haben. Von grünen, sonnigen Hochebenen genießt man dabei atemberaubende Ausblicke und trifft auf zahme Geladaaffen, über 180 Vogelarten oder Tüpfelhyänen. Der Nationlpark beheimatet zudem endemische und stark gefährdete Tierarten wie den äthiopischen Steinbock, den äthiopischen Wolf oder den Blutbrustpavian. Weitere Informationen für Besucher des Parks gibt es auf der offiziellen Webseite.

Felsenkirchen in Lalibela

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Auf 2.500 Metern, etwa 645 Kilometer von Addis Abeba entfernt, befindet sich der heilige Ort Lalibela (oder Neu-Jerusalem), in dem fast ausschließlich äthiopisch-orthodoxe Christen leben. Das Highlight von Laibela sind die elf Felsenkirchen, die vermutlich um 1250 in den Stein geschlagen geschlagen wurden. Die bis zu zehn Meter hohen Kirchen werden auch heute noch genutzt und zählen seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie werden in zwei Gruppen eingeteilt, wobei zwischen den Kirchen nördlich und den Kirchen südlich des Jordan-Flusses unterschieden wird.

Altstadt von Harar

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Auch die Altstadt von Harar zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt befindet sich im Osten des Landes auf einem Plateau und ist von Savannen und Wüste umgeben. Es handelt sich um eine muslimische Stadt, deren Stadtmauern noch aus dem 13. und 16. Jahrhundert stammen. Mit 82 Moscheen, wovon drei aus dem 10 Jahrhundert stammen, sowie über hundert Schreinen wird die Altstadt als viert wichtigste muslimische Stätte der Welt bezeichnet.

Ruinen von Aksum

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Die Ruinen gehören ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Es sind die Überbleibsel der früheren Hauptstadt des Königreichs Aksum. Von der prächtigen Stadt sind heute noch Obelisken, Grabkammern und Ruinen von Schlössern aus dem 1. bis 13. Jahrhundert erhalten. Insbesondere die bis zu 30 Meter hohen Obelisken sind faszinierend, da sie aus einem einzigen Stück Granit erschaffen wurden. Das historische Aksum befinden sich in der Nähe der Landesgrenze zu Eritrea und ist eine wichtige Pilgerstätte der äthiopisch-orthodoxen Gemeinschaft.

Fasil Ghebbi (Gonder)

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Auf etwa 2.200 Meter Höhe befindet sich die ehemalige Residenz des äthiopischen Kaisers Fasilidas, der im 16. und 17. Jahrhundert regierte. Fasil Ghebbi, das zum UNESCO Weltkulturerbe zählt und sich in der nördlich gelegenen Stadt Gondar befindet, umfasst Paläste, Kirchen, Klöster und weitere Gebäude, die von einer 900 Meter lange Mauer umgeben sind. Besonders eindrucksvoll ist das Schloss Fasilidas sowie die Tatsache, dass sich in den Gebäuden verschiedene Stilrichtungen vereinen. Hinudistische Elemente treffen auf arabischen und barocken Stil und in den Wandmalereien und Verzierungen werden zudem die Religionen der orthodoxen Kirche, der äthiopischen Juden sowie der Muslime vereint.

Hotelempfehlungen

Sheraton Addis

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Radisson Blu Addis Ababa

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